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Irak: USA schließen Truppenabzug ab

today28. September 2026 3

Hintergrund
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Nach über zwei Jahrzehnten militärischer Präsenz haben die Vereinigten Staaten ihren Truppenabzug aus dem Irak vollständig abgeschlossen. Dieser historische Schritt, der 2003 mit der Invasion begann und 2014 zur Bekämpfung der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) fortgesetzt wurde, läutet im Irak eine neue Phase der Ungewissheit ein. Die irakische Regierung feiert den Abzug als „Tag der Unabhängigkeit“, doch die Blicke richten sich nun auf die enormen Herausforderungen, die vor dem Land liegen.

Die Einigung über den endgültigen Abzug wurde bereits 2024 zwischen den USA und dem Irak erzielt. Zuvor hatten die zuletzt rund 2.500 US-Soldaten vornehmlich eine beratende und ausbildende Rolle inne, nachdem der US-Kampfeinsatz offiziell 2021 beendet worden war. Eine vergleichbare Situation gab es bereits 2011, als ein Truppenabzug der USA nur drei Jahre hielt, bevor die Rückkehr aufgrund des Vormarsches des IS notwendig wurde. Der nun vollzogene Abzug umfasst zudem die Entfernung der US-Luftverteidigungssysteme aus der Kurdenregion Erbil, wie unser Sender RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet.

Die Sicherheitslage im Irak ist jedoch weiterhin angespannt und hat sich durch den sogenannten Iran-Krieg, bei dem Washington und Teheran ihren Konflikt in den letzten Jahren immer wieder auf irakischem Boden austrugen, zusätzlich verschlechtert. Dabei kam es zu Hunderten von Angriffen auf US-Einrichtungen und -Soldaten im Irak sowie auf Ziele kurdischer Kräfte. Obwohl der IS militärisch als besiegt gilt, sind dessen Zellen weiterhin aktiv und verüben sporadisch Anschläge, was eine dauerhafte Bedrohung für die Stabilität des Landes darstellt.

Eine der größten innenpolitischen Aufgaben für die irakische Regierung unter Premierminister Ali al-Saidi ist die Entwaffnung und Integration mächtiger, mit dem Iran verbündeter Milizen in den staatlichen Sicherheitsapparat. Dieser eigentlich für den Zeitpunkt des US-Abzugs geplante Schritt wurde jedoch auf Juni 2027 verschoben, wobei die Erfolgsaussichten als ungewiss gelten. Analysten warnen, dass der Irak vor erheblichen sicherheitspolitischen und politischen Prüfungen steht, da die Region insgesamt instabiler geworden ist. Die junge Generation im Irak ist zunehmend desillusioniert vom politischen System, beklagt Korruption und Vetternwirtschaft und fordert mehr Perspektiven in einem eigentlich reichen Land.

US-Präsident Donald Trump betonte, dass eine permanente militärische Präsenz der USA im Irak nicht mehr notwendig sei, da sich die Beziehung nun verstärkt auf wirtschaftliche und kommerzielle Zusammenarbeit konzentrieren werde. Die Vereinigten Staaten bekräftigen ihre Unterstützung für die Bemühungen von Premierminister al-Saidi, die irakische Souveränität zu stärken und eine Zukunft frei von Terrorismus zu gestalten. Mit dem Abzug der letzten US-Truppen beginnt für den Irak ein entscheidendes Kapitel, in dem das Land seine Zukunft selbst in die Hand nehmen muss, während die Welt die weitere Entwicklung mit Spannung verfolgt.

Symbolbild – Foto: Ivan Hassib / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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