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Ein Eklat hat am 24. September 2026 die UN-Generalversammlung in New York überschattet, als Israels Premierminister Benjamin Netanjahu das Rednerpult betrat. Dutzende Diplomaten verließen aus Protest den Saal, einige buhten sogar, während Netanjahus eigene Delegation demonstrativ applaudierte. Der israelische Regierungschef reagierte scharf auf den Protest und bezeichnete die abziehenden Delegierten als „moralische Feiglinge“, wobei er weitere „moralische Feiglinge“ aufforderte, den Saal ebenfalls zu verlassen.
In seiner darauf folgenden Rede verteidigte Netanjahu Israels Kriegsführung im Nahen Osten, insbesondere im Gazastreifen und gegen den Iran, mit Nachdruck. Er wies Völkermordvorwürfe, die zuvor unter anderem von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in seiner per Video gezeigten UN-Rede erhoben worden waren, vehement zurück und nannte die Bezichtigung Israels des Völkermords „die größte Lüge des Jahrhunderts“. Netanjahu betonte, Israel habe nicht nur keinen Völkermord begangen, sondern einen solchen sogar verhindert, den die islamistische Terrororganisation Hamas verübt hätte, wäre sie nicht gestoppt worden.
Netanjahu verwies auf das Massaker vom 7. Oktober 2023, bei dem die Hamas und andere extremistische Organisationen mehr als 250 Menschen aus Israel in den Gazastreifen verschleppten und rund 1.200 Menschen töteten, was den Gaza-Krieg auslöste. Zudem rechtfertigte er den „Krieg gegen den Iran“ und die Zerstörung iranischer Atomanlagen als eine der schwierigsten, aber notwendigsten Entscheidungen seiner Amtszeit, um zu verhindern, dass Teheran Atomwaffen entwickelt, die Israel und die Welt bedrohen könnten. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen wurden seitdem mehr als 73.900 Palästinenser getötet.
Das Vorgehen Israels im Gazastreifen hat Netanjahu international weitgehend isoliert, wobei auch viele westliche Partner auf Distanz zu seiner Regierung gehen. Seine Anwesenheit in den USA war ungewöhnlich kurz und umfasste nur wenige Treffen mit hochrangigen Politikern. Auch außerhalb des UN-Gebäudes protestierten dutzende Menschen gegen Netanjahus Teilnahme, wobei es zu Festnahmen, unter anderem der Schauspielerinnen Susan Sarandon und Hannah Einbinder, kam. Netanjahu nutzte seine Rede auch für einen scharfen Angriff auf den New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani, den er als „antisemitischen Bürgermeister von New York“ bezeichnete und ihm die wiederholte Verbreitung falscher Völkermordvorwürfe gegen Israel unterstellte.
Die Rede fand auch vor dem Hintergrund innenpolitischer Spannungen in Israel statt, da Netanjahu nicht nur mit schlechten Umfragewerten und Korruptionsvorwürfen konfrontiert ist, sondern Kritiker ihm auch vorwerfen, den anhaltenden Konflikt als politisches Instrument zu nutzen. Zudem stehen Vorwürfe im Raum, Netanjahu habe vor den Angriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 Warnungen ignoriert, was er vehement zurückweist und rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung in israelischen Medien angekündigt hat.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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