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Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten positives Herbstgutachten

today24. September 2026

Hintergrund
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Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben in ihrem am 24. September 2026 vorgelegten Herbstgutachten eine deutlich positivere Entwicklung der deutschen Wirtschaft für das laufende Jahr prognostiziert. Sie erhöhten ihre Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 1,3 Prozent. Diese Gemeinschaftsdiagnose, erstellt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), dem Ifo Institut, dem Kiel Institut für Weltwirtschaft, dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen, signalisiert eine spürbare Verbesserung gegenüber der Frühjahrsprognose. Im Frühjahr hatten die Experten aufgrund der Auswirkungen des Iran-Krieges lediglich ein Wachstum von 0,6 Prozent für 2026 erwartet, was einer Anhebung um 0,7 Prozentpunkte entspricht.

Die Gründe für diese optimistischere Einschätzung sind vielfältig. Eine besser als erwartete Exportentwicklung, insbesondere zu Beginn des Sommers, trug maßgeblich zu der Aufwärtskorrektur bei. Hinzu kommen hohe staatliche Ausgaben für Verteidigung und Rüstung sowie zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur, die als wichtige Konjunkturimpulse wirken. Auch der befürchtete Energieschock im Zuge des Konflikts im Nahen Osten fiel glimpflicher aus als ursprünglich kalkuliert. Zudem entwickelte sich die Weltwirtschaft robuster, was die Exportchancen für Deutschland verbesserte.

Trotz der angehobenen Prognose betonen die Institute, dass der Aufschwung auf einem schmalen Fundament steht. Hohe Energiepreise belasten das Verarbeitende Gewerbe nach wie vor spürbar, und die privaten Konsumausgaben sowie die Investitionen der Unternehmen traten über weite Strecken auf der Stelle. Zudem hat sich das Wirtschaftstempo im dritten Quartal 2026 bereits wieder spürbar verlangsamt, bedingt durch Faktoren wie das anhaltende Niedrigwasser seit Mitte Juli, das die Produktion in Schlüsselbranchen wie der Chemieindustrie ausbremste.

Auch andere wichtige Wirtschaftsindikatoren wurden im Gutachten beleuchtet. Die Inflation dürfte von 2,8 Prozent im laufenden Jahr zunächst auf 3,2 Prozent im Jahr 2027 steigen, bevor sie sich 2028 auf 2,0 Prozent beruhigt. Am Arbeitsmarkt kommt die Erholung verzögert an; die Erwerbstätigkeit sinkt zunächst weiter, während die Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent im Jahr 2026 auf 6,2 Prozent im kommenden Jahr und 5,8 Prozent im Jahr 2028 zurückgehen soll. Für die Jahre 2027 und 2028 erwarten die Institute ein moderateres Wachstum von 1,1 Prozent bzw. 0,4 Prozent, was darauf hindeutet, dass die Dynamik in den kommenden Jahren wieder abflauen könnte. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) weist darauf hin, dass eine dauerhafte und breit angelegte Erholung weiterhin nicht in Sicht ist.

Insgesamt zeigt das Herbstgutachten ein gemischtes Bild: Die deutsche Wirtschaft hat sich robuster gezeigt als erwartet und die unmittelbaren Wachstumsaussichten für 2026 haben sich verbessert. Gleichzeitig bestehen jedoch weiterhin strukturelle Herausforderungen, wie hohe Energiekosten und eine verhaltene Binnennachfrage, die einen nachhaltigen und breit getragenen Aufschwung erschweren. Die konjunkturelle Entwicklung bleibt somit von verschiedenen Unsicherheiten geprägt, insbesondere im Hinblick auf geopolitische Risiken und die Nachhaltigkeit der aktuellen Wachstumsimpulse.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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