Hamburg Update

Nordkirche berät über Reformen für Beschäftigte

today24. September 2026

Hintergrund
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Die Synode der Nordkirche ist in Lübeck-Travemünde zusammengekommen, um wegweisende Entscheidungen über die zukünftige Struktur ihrer kirchlichen Leitung und neue Regeln für ihre Beschäftigten zu treffen. Die Beratungen, die vom 24. bis 26. September 2026 stattfinden, sind von großer Bedeutung, da die Beschlüsse auch die Gemeinden und Mitarbeitenden in Hamburg direkt betreffen werden.

Ein zentraler Punkt der Tagesordnung ist die Neukonzeption der bischöflichen Dienste. Bereits zum Auftakt der Tagung am Donnerstag wurde ein Eckpunktepapier verabschiedet, das ab dem Jahr 2029 ein Leitungsmodell mit drei gleichgeordneten Bischöfinnen und Bischöfen vorsieht. Die bisherige Position einer Landesbischöfin soll demnach entfallen. Dieser Schritt folgt der Ankündigung von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, bereits zum 1. Oktober 2027 vorzeitig in den Ruhestand zu treten, um der Synode Raum für die Neugestaltung zu geben. Ziel ist es, Überschneidungen und unklare Zuständigkeiten, die sich seit der Gründung der Nordkirche im Jahr 2012 in der Praxis gezeigt haben, zu bereinigen und eine zukunftsfähige Leitungsstruktur zu schaffen. Durch den Wegfall einer bischöflichen Leitungsstelle könnten zudem eine eigene Kanzlei eingespart werden, auch wenn konkrete finanzielle Einsparungen noch nicht quantifiziert wurden.

Parallel dazu stehen auch Reformen im Bereich der Beschäftigten im Fokus der Synodalen. Diskutiert wird die Anpassung des Mitarbeitsanforderungsgesetzes an die aktuelle Rechtsprechung. Hierbei geht es darum, festzulegen, wann und in welchen Aufgabenbereichen eine Kirchenmitgliedschaft für Mitarbeitende der Nordkirche weiterhin erforderlich ist. Zudem beraten die Synodalen über eine Neuregelung der Kirchengemeinderatswahl für das Jahr 2028, die unter anderem eine Mitarbeit „auf Probe“ für Interessierte ermöglichen soll.

Die umfassenden Reformbestrebungen sind auch eine Reaktion auf den anhaltenden Mitgliederschwund der Nordkirche, deren Mitgliederzahl von über 2,25 Millionen im Gründungsjahr 2012 auf rund 1,58 Millionen Ende 2025 gesunken ist. Dieser Rückgang wirkt sich auch auf die finanziellen Rahmenbedingungen aus. Präses Anja Fährmann betonte die Notwendigkeit, in einer herausfordernden Welt eine Kirche zu haben, die sich ihrer Verantwortung stellt und mutige Entscheidungen trifft. Die Beratungen sind Teil des sogenannten „Zukunftsprozesses der Nordkirche“, der darauf abzielt, die Gemeinschaft und Zusammenarbeit zu stärken und eine Kultur zu fördern, in der Vielfalt als Stärke begriffen wird.

Die Synode befasst sich zudem mit weiteren wichtigen Themen, darunter der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Ergebnisse der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Bereits bei früheren Tagungen der Synode wurden etwa im Februar 2026 der Klimaschutzbericht und der Haushalt für 2026/2027 behandelt sowie ein Workshop zum Thema „Argumentieren gegen rechte Parolen“ angeboten. Mit den aktuellen Entscheidungen in Lübeck-Travemünde stellt die Nordkirche wichtige Weichen für ihre zukünftige Ausrichtung und die Arbeit ihrer Gemeinden und Mitarbeitenden, auch hier in Hamburg.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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