Hamburg Update

Kampagne für Stillen in der Öffentlichkeit gestartet

today24. September 2026 8

Hintergrund
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Hamburg, 24. September 2026 – In Hamburg hat Britta Fuchs die Kampagne „ichstillwoichwill“ ins Leben gerufen, um auf das ungerechte Tabu aufmerksam zu machen, das viele Mütter beim Stillen in der Öffentlichkeit erleben. Die Initiative setzt sich dafür ein, das Stillen im öffentlichen Raum als eine Selbstverständlichkeit zu etablieren und die Bedürfnisse stillender Mütter sichtbar zu machen.

Die Kampagne „ichstillwoichwill“, die Britta Fuchs gemeinsam mit der Fotografin Anika Krickl und Sirid Böhm ins Leben rief, hat sich seit ihrem Start rasant verbreitet und zählt mittlerweile Gruppen in über 60 Städten in Deutschland. Die Initiatorinnen dokumentieren stillende Mütter an verschiedenen öffentlichen Orten wie Cafés, Geschäften, im Bus oder auf der Straße, um der Stigmatisierung entgegenzuwirken. Der Aufruf entstand unter anderem als Reaktion auf Vorfälle, bei denen stillende Mütter aus öffentlichen Einrichtungen verwiesen wurden und so Diskriminierung erfahren haben.

Obwohl Stillen in der Öffentlichkeit in Deutschland grundsätzlich nicht verboten ist, gibt es kein explizites Gesetz, das stillende Mütter schützt. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes betrachtet ein Verbot des Stillens in der Öffentlichkeit zwar als Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, jedoch können Gastwirte oder Kaufhausbetreiber von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und das Stillen untersagen, auch wenn dies die wenigsten tun. Eine Umfrage ergab, dass sich fast die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) unwohl dabei fühlt, Mütter beim Stillen in der Öffentlichkeit zu sehen, und 77 Prozent der Frauen sich selbst dabei unsicher fühlen würden.

Diese gesellschaftliche Unsicherheit führt dazu, dass viele Mütter das Stillen in der Öffentlichkeit als unangenehm oder als Zeichen fehlender Rücksichtnahme empfinden, obwohl es sich um einen natürlichen Vorgang handelt, der dem Kind Nahrung und Geborgenheit spendet. Im Zuge der Debatte um mehr Akzeptanz für das Stillen im öffentlichen Raum fordern einige Stimmen, darunter der Deutsche Frauenrat, eine gesetzliche Grundlage zum Schutz des Stillens. In Hamburg selbst gibt es Initiativen zur Förderung stillfreundlicher Orte, und die CDU im Bezirk Hamburg-Mitte setzt sich für eine „Stillkarte“ ein, um Eltern die Suche nach geeigneten Stillmöglichkeiten zu erleichtern.

Die Kampagne „ichstillwoichwill“ trägt somit maßgeblich dazu bei, die gesellschaftliche Akzeptanz für das Stillen in der Öffentlichkeit zu stärken und auf die Notwendigkeit hinzuweisen, dass Mütter ihr Kind jederzeit und überall versorgen können sollten, ohne Angst vor Ablehnung oder Diskriminierung haben zu müssen. Es geht darum, das selbstbestimmte Stillen zu ermöglichen und damit die Freiheit stillender Personen im öffentlichen Raum zu gewährleisten.

Symbolbild – Foto: Helena Lopes / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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