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Extremwetterkongress in Hamburg warnt vor immensen Kosten

today24. September 2026 1

Hintergrund
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RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet: Der aktuell stattfindende Extremwetterkongress in Hamburg rückt die drängenden und immensen finanziellen Folgen des Klimawandels für Deutschland in den Fokus. Wie bereits bekannt gegeben, warnt eine aktuelle Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) davor, dass Extremwetter Deutschland Kosten von bis zu 900 Milliarden Euro verursachen könnte. Diese alarmierenden Zahlen wurden heute auf der interdisziplinären Fachtagung in der HafenCity Universität vorgestellt, die vom 23. bis 25. September 2026 zum 16. Mal stattfindet.

Die Ökonomin Claudia Kemfert vom DIW untermauerte die Dringlichkeit der Lage mit weiteren aktuellen Einschätzungen. Sie verwies auf eine Studie, die die volkswirtschaftlichen Schäden des Sommers 2026 in Deutschland auf 36 bis 42 Milliarden Euro beziffert. Dies entspricht etwa 0,8 bis 0,9 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung und beinhaltet Produktionsausfälle, Gesundheitsfolgen sowie Schäden durch Dürre und Niedrigwasser. Kemfert betonte in Hamburg, dass das Zögern beim Klimaschutz Deutschland jährlich rund elf Milliarden Euro koste und Nichthandeln deutlich teurer sei als proaktives Handeln. Das DIW hatte bereits in früheren Analysen darauf hingewiesen, dass bei einem Ausbleiben forcierter Klimaschutzmaßnahmen die Kosten für Deutschland bis zum Jahr 2050 insgesamt knapp 800 Milliarden Euro erreichen könnten, allein durch Klimaschäden rund 330 Milliarden Euro.

Andere Studien bestätigen die steigende wirtschaftliche Belastung durch extreme Wetterereignisse. Eine Analyse von Allianz Trade vom Mai 2026 prognostiziert wirtschaftliche Verluste in Deutschland von rund 131 Milliarden US-Dollar zwischen 2026 und 2030, sollten sich die Hitzewellen des vergangenen Jahrzehnts wiederholen. Eine gemeinsame Studie von Allianz und Allianz Trade, ebenfalls vom September 2026, zeigte, dass die wirtschaftlichen Schäden in Deutschland in den letzten fünf Jahren bei etwa 50 Milliarden Euro lagen, was fast dem Doppelten des Jahresdurchschnitts von 2000 bis 2019 entspricht.

Der Extremwetterkongress thematisiert neben den wirtschaftlichen Auswirkungen auch die konkreten Folgen für Mensch und Natur. Der August 2026 war weltweit der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, und in Deutschland forderten hitzebedingte Ursachen nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 16.000 Todesopfer im Sommer 2026. Die Tagung bringt Fachleute aus Meteorologie, Klimaforschung, Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um über aktuelle Erkenntnisse, praxisnahe Lösungsansätze und Anpassungsstrategien an die zunehmenden Hitzewellen, Starkregenereignisse und Dürren zu beraten. Die Generalsekretärin der Weltorganisation für Meteorologie, Celeste Saulo, forderte zum Auftakt des Kongresses mehr Vorsorge angesichts der drohenden Gefahren.

Bundesumweltminister Schneider, Schirmherr des Kongresses, hob die Notwendigkeit hervor, Klimaanpassung und Naturschutz im Grundgesetz zu verankern, um die Bevölkerung, Infrastruktur und Wirtschaft besser zu schützen. Die Diskussionen reichen von regionalen Planungsgrundlagen über Gesundheits- und Energiefragen bis hin zu Klimakommunikation, Risikomanagement und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken. Es wird deutlich, dass umfassende Anstrengungen für Klimaschutz und Anpassung von entscheidender Bedeutung sind, um die langfristigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken abzuwenden.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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