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DFB-Präsident Bernd Neuendorf will »System Infantino« beendet sehen

today17. September 2026 9

Hintergrund
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DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat seine Kritik an der Führung des Fußball-Weltverbandes FIFA deutlich verschärft und fordert ein Ende des „Systems Infantino“. Nachdem sich bereits mehrere europäische Fußballverbände aufgrund gescheiterter Investorenpläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino distanziert hatten, zieht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nun mit einer klaren Position nach.

Neuendorf sprach sich im Interview mit RTL/ntv explizit für eine neue und nachhaltig veränderte FIFA-Führung ohne Gianni Infantino aus und bezeichnete das Ende des sogenannten „Systems Infantino“ als „zwingend erforderlich“. Das Vertrauensverhältnis zu Infantino und der aktuellen FIFA-Führung sei „natürlich zerrüttet“. Der DFB-Präsident kritisierte dabei insbesondere die intransparente Kommunikation und die Art und Weise, wie die FIFA-Spitze an den eigenen Gremien vorbei agierte, vor allem im Zusammenhang mit den umstrittenen Investorenplänen. Neuendorf, selbst Mitglied des FIFA-Rats, betonte, er sei über wichtige Entscheidungen und Vorhaben nicht informiert worden.

Die angesprochenen Investorenpläne sahen vor, kommerzielle Rechte, etwa an der Fußball-Weltmeisterschaft, an private Investoren zu verkaufen, um Milliardensummen einzuspielen. Hierfür sollte eine Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) gegründet werden. Diese Pläne stießen jedoch auf massiven Widerstand, insbesondere aus Europa. DFB-Präsident Neuendorf bezeichnete das Öffnen der WM für Investoren als „fatales Zeichen“ für den Fußball. Auch die UEFA übte scharfe Kritik und drohte sogar mit einem Boykott der Weltmeisterschaft, sollte der Vorschlag umgesetzt werden. Angesichts des wachsenden Drucks zog Infantino die umstrittenen Pläne schließlich zurück und räumte ein, dass das Projekt zu Spaltungen geführt habe, die nicht im Interesse des angestrebten Ziels lägen.

Die Distanzierung vom FIFA-Präsidenten reicht über den DFB hinaus. Bereits zehn europäische Fußballverbände, darunter Frankreich, Österreich, Dänemark und die Niederlande, haben Infantino offiziell ihre Unterstützung entzogen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) mit Präsident Aleksander Čeferin an der Spitze arbeitet aktiv daran, Infantinos Wiederwahl im März 2027 zu verhindern und bereitet die Präsentation eines Gegenkandidaten bis zur Frist am 18. November vor. Neuendorf wünscht sich für die Zukunft des Weltfußballverbandes eine „integre Persönlichkeit“ an der Spitze. Im Oktober, genauer am 8. und 9. Oktober, werden sich die UEFA-Verbände in Berlin treffen, um wichtige Entscheidungen bezüglich der FIFA-Führung und einer möglichen Kandidatur zu treffen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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