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Nach Merz-Ansage: Erste Ministerpräsidenten sprechen sich für Ilse Aigner als Bundespräsidentin aus

today4. November 2026

Hintergrund

Nach der klaren Ansage von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass eine Frau Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werden soll, nimmt die Debatte um die Kandidatur für das höchste Staatsamt Fahrt auf. Mehrere prominente CDU-Ministerpräsidenten haben sich bereits öffentlich für die bayerische CSU-Politikerin Ilse Aigner ausgesprochen. Der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt, Sachsens Michael Kretschmer und Sachsen-Anhalts geschäftsführender Ministerpräsident Sven Schulze unterstützen Aigner für das Amt des Bundespräsidenten. Voigt betonte, Aigner habe das Zeug zur Bundespräsidentin und sei eine Persönlichkeit, die das Land verbinden könne. Michael Kretschmer äußerte den Wunsch, dass Ilse Aigner am kommenden Montag zur gemeinsamen Kandidatin der Union wird.

Ilse Aigner, geboren 1964, ist eine erfahrene Politikerin, die seit November 2018 das Amt der Präsidentin des Bayerischen Landtags bekleidet. Zuvor war sie von 2008 bis 2013 Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und von 2013 bis 2018 bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, sowie stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Radio- und Fernsehtechnikerin und arbeitete in diesem Handwerk, bevor sie in die Politik wechselte. Ihre lange und vielfältige politische Laufbahn auf Landes- und Bundesebene sowie ihre Fähigkeit, Brücken zwischen politischen Lagern zu bauen, werden parteiübergreifend gelobt. Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident, hatte bereits im April 2026 seine volle Sympathie und Unterstützung für eine mögliche Kandidatur Aigners signalisiert.

Die Forderung nach einer Frau im höchsten Staatsamt wird von Kanzler Friedrich Merz vehement vertreten. Er habe sich festgelegt, dass es eine Frau werden müsse und werde der Partei eine gemeinsame Kandidatin der politischen Mitte vorschlagen. Damit gibt Merz erstmals eine klare Richtung vor, nachdem es in der 77-jährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch keine Bundespräsidentin gab. Auch aus den Reihen der SPD und Grünen wurde Unterstützung für eine weibliche Bundespräsidentin signalisiert, wobei SPD-Politiker wie Lars Klingbeil und Hubertus Heil Ilse Aigner persönlich schätzen und ihr das Amt zutrauen.

Die Entscheidung über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dessen zweite Amtszeit im März 2027 endet und der nicht erneut antreten darf, fällt am 30. Januar 2027. An diesem Tag tritt die Bundesversammlung im Reichstagsgebäude in Berlin zusammen. Dieses Gremium besteht aus den 630 Abgeordneten des Deutschen Bundestages und einer gleichen Anzahl von Vertretern, die von den Landesparlamenten gewählt werden. Die Union und die SPD verfügen in der Bundesversammlung voraussichtlich über eine komfortable Mehrheit von etwa 50 Stimmen, was die Einigung auf einen gemeinsamen Personalvorschlag wahrscheinlich macht.

Während die CDU noch über einen konkreten Namen für ihren Vorschlag berät und neben Aigner auch andere Frauen wie Bundestagspräsidentin Julia Klöckner oder Bildungsministerin Karin Prien im Gespräch sind, drängt die Zeit. Eine Entscheidung wird für Anfang kommender Woche erwartet, wenn sich CDU-Präsidium und -Vorstand mit der Frage beschäftigen. Die Entwicklungen werden auch hier bei RADIO REEPERBAHN in Hamburg genau verfolgt, da die Wahl des Bundespräsidenten weitreichende Bedeutung für das ganze Land hat. Es bleibt abzuwarten, ob Ilse Aigner die erste Frau an der Spitze des deutschen Staates wird oder ob die CDU eine andere Kandidatin ins Rennen schickt.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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