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Ein schweres Zugunglück hat Spanien am heutigen Mittwochmorgen erschüttert und fordert dutzende Todesopfer. Nach neuesten Angaben ist die Zahl der Verstorbenen auf mindestens 64 gestiegen, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien kollidierten. Das Unglück ereignete sich kurz vor 9 Uhr Ortszeit in der zentralspanischen Provinz Toledo, nahe den Gemeinden Urda und Orgaz, etwa 130 bis 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Madrid. Bei dem Zusammenstoß entgleisten Waggons, und die Strecke musste komplett gesperrt werden, was den Bahnverkehr zwischen Madrid, Ciudad Real und dem gesamten Süden des Landes lahmlegt.
An dem verheerenden Unfall waren ein Zug des privaten Bahnbetreibers Iryo und ein Zug der staatlichen Eisenbahngesellschaft Renfe beteiligt. Medienberichten zufolge fuhr ein Hochgeschwindigkeitszug von hinten auf einen stehenden Zug auf, die beide in südlicher Richtung nach Andalusien unterwegs waren. An Bord der beiden Züge befanden sich nach offiziellen Angaben insgesamt rund 544 Passagiere, davon 397 im Renfe-Zug und 146 Reisende sowie ein Baby im Iryo-Zug. Die Wucht der Kollision war so immens, dass zwei Iryo-Waggons und mindestens ein Renfe-Waggon entgleisten und einen Bahndamm hinunterstürzten. Bilder von der Unglücksstelle zeigen völlig zerstörte und teilweise ausgebrannte Waggons.
Die Rettungsarbeiten an der Unglücksstelle laufen auf Hochtouren. Feuerwehrleute, Kräfte des Zivilschutzes sowie drei Rettungshubschrauber und mobile Intensivstationen sind im Einsatz, um Verletzte zu berorgen und zu versorgen. Die militärische Nothilfeeinheit UME wurde mit 100 Einsatzkräften zur Unterstützung angefordert, und Krankenhäuser in der Region riefen dringend zu Blutspenden auf. Neben den mindestens 64 Todesopfern gibt es nach Angaben des Regionalpräsidenten von Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, mindestens 80 Verletzte, darunter 50 Schwerverletzte und 15 Personen in kritischem Zustand. Andere Quellen berichten von über 170 Verletzten. Die Unglücksursache ist noch unklar, jedoch wird über menschliches Versagen im madrilenischen Kontrollzentrum oder einen Ausfall der Signalanlage spekuliert.
Das Unglück hat weitreichende Konsequenzen für den spanischen Hochgeschwindigkeitsverkehr und löste auch international Bestürzung aus. Die spanische Regierung sagte angesichts der Tragödie alle für heute geplanten Termine ab. Ministerpräsident Pedro Sánchez drückte sein tiefes Mitgefühl aus. Auch in Hamburg wird die tragische Nachricht mit großer Anteilnahme aufgenommen. Von RADIO REEPERBAHN in Hamburg berichten wir weiterhin über die Entwicklungen in Spanien. Dieses ist bereits das zweite schwere Bahnunglück auf derselben Hochgeschwindigkeitsstrecke innerhalb von neun Monaten, nachdem im Januar bei Córdoba ein ähnliches Unglück über 40 Todesopfer gefordert hatte. Damit handelt es sich um das schwerste Zugunglück in Spanien seit der Katastrophe von Angrois im Jahr 2013.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
today28. Oktober 2026
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