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Katharina von Schnurbein soll neue Antisemitismusbeauftragte werden

today12. Oktober 2026 4

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RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet: Katharina von Schnurbein, derzeitige Koordinatorin der Europäischen Kommission zur Bekämpfung von Antisemitismus, soll am 14. Oktober 2026 zur neuen Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung ernannt werden. Das Amt ist seit Ende August vakant und ihre Ernennung wird laut Medienberichten bald erwartet, wobei die offizielle Bestellung in Kürze erfolgen soll.

Von Schnurbein bringt umfassende Erfahrung in diese wichtige Position mit. Seit Dezember 2015 ist sie die erste Koordinatorin der Europäischen Kommission zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Förderung jüdischen Lebens. In dieser Funktion umfasste ihr Mandat die enge Zusammenarbeit mit jüdischen Gemeinden, den Mitgliedstaaten der EU, EU-Institutionen und internationalen Organisationen. Sie war maßgeblich an der Erarbeitung und Umsetzung von EU-Strategien zur Bekämpfung von Antisemitismus, zur Förderung jüdischen Lebens und zur Sicherstellung der Erinnerung an den Holocaust beteiligt. Zuvor war die Politikwissenschaftlerin von 2010 bis 2014 als Beraterin von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso für den Dialog mit Kirchen, Religionen und nicht-konfessionellen Organisationen tätig.

Die Rolle des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus wurde auf Beschluss des Bundestags vom 18. Januar 2018 eingerichtet und ist im Bundesministerium des Innern angesiedelt. Die Schaffung des Postens erfolgte angesichts einer intensiven Diskussion über die Zunahme des Antisemitismus in Deutschland und das Bedürfnis nach einem koordinierten Vorgehen auf Bundesebene. Zu den Kernaufgaben des Beauftragten gehören die ressortübergreifende Koordination der Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung von Antisemitismus sowie die Funktion als Ansprechpartner und Vermittler für jüdische Gruppen und gesellschaftliche Organisationen. Darüber hinaus soll die Position eine ständige Bund-Länder-Kommission koordinieren und durch Öffentlichkeitsarbeit sowie politische und kulturelle Bildung zur Sensibilisierung der Gesellschaft beitragen.

Die zukünftige Amtsinhaberin folgt auf Dr. Felix Klein, der den Posten von Mai 2018 bis August 2026 bekleidete. Seit Kleins Ausscheiden im August dieses Jahres nimmt Christoph de Vries kommissarisch die Aufgaben des Beauftragten wahr. Die Bundesregierung hat im Herbst 2022 mit der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben (NASAS) bereits einen umfassenden Rahmen zur Bekämpfung von Judenhass geschaffen.

Von Schnurbeins Ernennung wird als bedeutender Schritt angesehen, um die Bekämpfung von Antisemitismus in Deutschland weiter zu stärken. Mit ihrem weitreichenden Netzwerk innerhalb jüdischer Gemeinden und Organisationen in Europa und Nordamerika sowie ihrer vermittelnden Art gilt sie als hochqualifizierte Besetzung. Auch wenn sie selbst einräumt, dass der Judenhass auf dem höchsten Niveau seit der Schoah ist, sieht sie in den vorangetriebenen Initiativen der Europäischen Kommission einen richtigen Weg, der europaweit zu strukturellen Veränderungen in der Antisemitismusbekämpfung geführt hat.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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