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Iran verurteilt 23-Jährige wegen Social-Media-Posts zum Tode

today9. Oktober 2026 13

Hintergrund
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Ein iranisches Gericht hat eine 23-jährige Frau namens Nadschmeh Amini wegen eines Social-Media-Posts zum Tode verurteilt. Ihr wird Prophetenbeleidigung vorgeworfen, ein schwerwiegender Vorwurf, der die harte Repression im Land einmal mehr verdeutlicht. Die junge Frau aus der nordöstlichen Provinz Rasawi-Chorasan wurde aufgrund eines Beitrags in sozialen Medien schuldig gesprochen, wie die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) berichtet. Ihr Urteil kann noch vor dem Obersten Gerichtshof angefochten werden. Die Verteidigung argumentierte mit einem Versprecher oder Drogenkonsum, was der Richter jedoch zurückwies. RADIO REEPERBAHN Hamburg verfolgt diesen Fall mit großer Sorge.

Die iranische Gesetzgebung basiert auf der Scharia und bestraft Blasphemie, oft unter dem Vorwurf der „Verbreitung von Korruption auf Erden“ (mofsed-e-filarz) oder der Beleidigung des Islams. Artikel 513 des iranischen Strafrechts sieht für die Beleidigung des Propheten oder anderer heiliger Werte des Islams explizit die Hinrichtung vor. Obwohl das überarbeitete Islamische Strafgesetzbuch von 2013 in Artikel 263 vorsieht, dass jemand, der eine blasphemische Aussage unter Zwang, fahrlässig oder im Rauschzustand macht, nicht zum Tode, sondern zu Peitschenhieben verurteilt werden soll, wurden Aminis Argumente vor Gericht abgewiesen. Was genau die junge Frau in sozialen Medien veröffentlicht hatte, ist bislang unklar.

Der Fall von Nadschmeh Amini reiht sich ein in eine alarmierende Serie von Todesurteilen und Hinrichtungen, die das iranische Regime insbesondere im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar 2026 vollstreckt hat. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International dokumentierten eine massive Verschärfung der Repression in den letzten Jahren, wobei 2025 die höchste Zahl an Hinrichtungen seit 1989 verzeichnet wurde. Tausende Menschen wurden willkürlich inhaftiert, und Proteste werden mit rechtswidriger Gewalt niedergeschlagen. Das Internet wird zeitweise abgeschaltet, und Gerichtsverfahren entsprechen weiterhin systematisch nicht internationalen Standards.

Die internationale Gemeinschaft reagiert besorgt auf die anhaltende Menschenrechtslage im Iran. Im August 2026 verurteilten über 30 Staaten die exzessive Anwendung der Todesstrafe in Iran. Auch der UN-Menschenrechtschef äußerte Bedenken, da seit März 2026 mindestens 56 Menschen aufgrund von „nationalen Sicherheitsvorwürfen“ hingerichtet wurden und über 100 weitere von der Hinrichtung bedroht sind, darunter Personen, die mit den jüngsten Protesten in Verbindung stehen. Es wird ein sofortiger Stopp der Hinrichtungen gefordert, die Sicherstellung fairer Verfahren und Schritte zur Abschaffung der Todesstrafe. Die Nachrichten über die rigorose Justiz im Iran erreichen auch Hamburg und werden hier mit großer Sorge verfolgt, während die Forderungen nach einem Ende der systematischen Menschenrechtsverletzungen lauter werden.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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