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Saudi-Arabien startet Gegenangriffe im Jemen

today8. Oktober 2026 3

Hintergrund
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Saudi-Arabien hat seine Gegenangriffe im Jemen nach jüngsten Huthi-Angriffen auf die Flughäfen in Riad und Abha verstärkt. Die von Riad angeführte Militärkoalition meldete dabei die Zerstörung von 82 militärischen Zielen der Huthi-Miliz, darunter Raketenstellungen, Kommandozentralen sowie Raketen- und Waffenlager in mehreren jemenitischen Provinzen. Diese Vergeltungsschläge folgten auf Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi auf saudi-arabisches Territorium, bei denen drei Menschen getötet und 36 weitere verletzt wurden, wie auch unser Sender RADIO REEPERBAHN in Hamburg berichtet hat. Die gegenseitigen Angriffe in der Region halten somit weiterhin mit erhöhter Intensität an.

In den letzten Wochen haben die Huthi, die weite Teile des Nordjemens kontrollieren, ihre Angriffe auf Saudi-Arabien verstärkt und dabei nicht nur Flughäfen, sondern auch Ölanlagen ins Visier genommen. Parallel dazu konnten die vom Iran unterstützten Rebellenmilizen in jüngster Zeit auch in Jemens Küstenregion vorrücken und die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab erringen, die den Indischen Ozean mit dem Roten Meer verbindet und eine entscheidende Route für den globalen Schiffsverkehr darstellt. Diese Entwicklungen deuten auf eine fortgesetzte Eskalation und eine neue Phase in dem bereits über ein Jahrzehnt andauernden Konflikt hin.

Als direkte Reaktion auf die Huthi-Angriffe und deren Geländegewinne haben die jemenitischen Regierungstruppen, unterstützt von der saudi-arabischen Militärkoalition, eine umfassende Gegenoffensive eingeleitet. Ziel dieser Operation ist die Rückeroberung aller von den Huthi besetzten Gebiete, insbesondere der strategisch wichtigen Küstenabschnitte und der Meerenge Bab al-Mandab, um die Kontrolle über diesen entscheidenden Seeweg zurückzugewinnen. Der Kampf um die Kontrolle dieser Gebiete ist intensiv, und beide Seiten melden Erfolge, die jedoch nicht immer unabhängig überprüfbar sind.

Die erneute militärische Eskalation verschärft die ohnehin katastrophale humanitäre Lage im Jemen dramatisch. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM), einer UN-Organisation, sind seit Anfang August über 200.000 Menschen vor den Kämpfen geflohen. Die Zahl der Binnenflüchtlinge steigt täglich, ebenso wie der Bedarf an humanitärer Hilfe. Die IOM-Generaldirektorin Amy Pope warnte, dass sich die Krise in einem alarmierenden Tempo ausbreite und appellierte an die Geberländer, den Jemen nicht zu einer vergessenen Krise werden zu lassen. Millionen von Menschen sind bereits auf humanitäre Unterstützung angewiesen, und die anhaltende Gewalt, der wirtschaftliche Zusammenbruch und Naturkatastrophen verschlimmern die Not zusätzlich.

Dieser Konflikt im Jemen ist zunehmend in breitere regionale Auseinandersetzungen im Nahen Osten eingebettet, wobei die Huthi-Miliz als Verbündeter des Iran agiert. Die Vereinigten Staaten haben unterdessen ihre Sicherheitszusagen gegenüber Saudi-Arabien bekräftigt, während sich das sunnitische Königreich in einem trilateralen Verteidigungspakt mit Pakistan und der Türkei engagiert, der angesichts der Huthi-Angriffe an Bedeutung gewinnt. Wie die Situation im Jemen, das seit über einem Jahrzehnt von Krieg und Not gezeichnet ist, weitergeht, bleibt ungewiss und stellt die internationale Diplomatie vor große Herausforderungen.

Symbolbild – Foto: Pixabay / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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