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Umfrage sieht Hendrik Wüst bei Kanzlerfrage vor Markus Söder

today6. Oktober 2026 3

Hintergrund
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Eine aktuelle Umfrage zur möglichen Nachfolge von Kanzler Friedrich Merz sorgt für Aufsehen in der deutschen Politiklandschaft. Das RTL/ntv-„Trendbarometer“ des Meinungsforschungsinstituts Forsa, das zwischen dem 2. und 5. Oktober durchgeführt wurde, sieht den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst bei der Kanzlerfrage deutlich vor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Hier bei RADIO REEPERBAHN in Hamburg verfolgen wir diese Entwicklung genau.

Laut der repräsentativen Erhebung trauen 47 Prozent der Befragten, die Hendrik Wüst kennen, ihm das Amt des Bundeskanzlers zu. Markus Söder hingegen erreicht in dieser Bewertung lediglich 26 Prozent Zustimmung. Während Söder mit 95 Prozent weiterhin eine höhere Bekanntheit genießt als Wüst (75 Prozent), fällt auf, dass 70 Prozent derjenigen, die Söder kennen, ihn für ungeeignet für das Kanzleramt halten. Bei Wüst liegt dieser Wert bei 41 Prozent. Diese Zahlen spiegeln sich im anhaltend niedrigen Zufriedenheitswert für Bundeskanzler Friedrich Merz wider, dessen Arbeit lediglich von elf Prozent der Bundesbürger positiv bewertet wird, während 87 Prozent unzufrieden sind.

Hendrik Wüst, der als Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens amtiert, scheint somit eine breitere Akzeptanz über Parteigrenzen hinweg zu genießen. Unter Anhängern der Union sehen ihn 57 Prozent als geeignet an, während Söder hier 41 Prozent erreicht. Auch bei Wählern von SPD und Grünen punktet Wüst mit Zustimmungsraten von 58 beziehungsweise 63 Prozent. Dies deutet auf eine Fähigkeit Wüsts hin, über das eigene Lager hinaus zu überzeugen, auch wenn er sich in der Vergangenheit eher bedeckt zu eigenen Kanzlerambitionen gehalten hat und im September 2024 sogar Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten unterstützte. Zuletzt ließ er jedoch offen, ob er Ambitionen auf das Kanzleramt hat, betonte aber seinen Wunsch, Ministerpräsident zu bleiben.

Markus Söder, der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef, muss trotz seiner hohen Bekanntheit mit Skepsis in der Bevölkerung umgehen. Abgesehen von AfD-Anhängern, bei denen er mit 28 Prozent Zustimmung vor Wüst liegt (8 Prozent), hat Söder Schwierigkeiten, außerhalb des konservativen Kernmilieus zu punkten. Seine Ambitionen auf das Kanzleramt sind seit längerem Gegenstand von Spekulationen; im Juli 2026 erklärte er noch, dieses Kapitel sei abgeschlossen. Beobachter sehen jedoch, dass Söder seine Hoffnungen auf eine Kanzlerschaft nicht aufgegeben hat und stattdessen Verbündete sammelt und sich in Geduld übt.

Die Umfrageergebnisse kommen zu einer Zeit, in der die Union insgesamt mit Herausforderungen zu kämpfen hat. In den aktuellen Parteipräferenzen liegt die CDU/CSU mit 19 Prozent hinter der AfD, die mit 26 Prozent die stärkste Kraft darstellt. Die SPD kommt auf 14 Prozent, die Grünen auf 17 Prozent. Dies unterstreicht den Druck, der auf den Unionsparteien lastet, eine überzeugende personelle Alternative für die Bundestagswahl zu präsentieren, die voraussichtlich im Herbst 2029 stattfinden wird. Die Debatte um die „Merz-Nachfolge“ ist damit auch ein Indikator für die Suche nach einer zukunftsfähigen Führungspersönlichkeit, die die Union aus ihrem Umfragetief führen und das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen kann.

Symbolbild – Foto: Lukas Blazek / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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