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Ministerpräsident Mario Voigt von der CDU bleibt im Amt, nachdem der Misstrauensantrag von AfD-Fraktionschef Björn Höcke zum zweiten Mal gescheitert ist. Voigt äußerte sich im Anschluss an die Abstimmung selbstbewusst. Am heutigen Freitag, dem 28. August 2026, scheiterte die AfD mit einem neuerlichen Versuch im Thüringer Landtag, Ministerpräsident Mario Voigt durch ein konstruktives Misstrauensvotum zu entmachten. Dies war bereits der zweite Misstrauensantrag der AfD gegen Voigt in diesem Jahr, nachdem ein ähnlicher Vorstoß bereits im Februar 2026 erfolglos geblieben war.
Bei der geheimen Abstimmung im Erfurter Landtag stimmten 33 Abgeordnete für Björn Höcke als neuen Ministerpräsidenten. Nötig gewesen wäre eine Mehrheit von mindestens 45 Stimmen der insgesamt 88 anwesenden Abgeordneten, um Voigt abzusetzen. Eine deutliche Mehrheit von 49 Abgeordneten stimmte gegen den Antrag, während sich drei enthielten und zwei Stimmen ungültig waren. Da die AfD-Fraktion 32 Abgeordnete zählt, bedeutet das Ergebnis, dass mindestens ein Abgeordneter einer anderen Fraktion für Höcke gestimmt haben muss.
Die AfD begründete ihren erneuten Misstrauensantrag mit der Aberkennung von Mario Voigts Doktortitel und seinem erfolglosen Widerspruch dagegen bei der Technischen Universität Chemnitz. Die vorhergehende Aussprache im Landtag verlief nach Berichten hitzig. Die amtierende Regierungskoalition aus CDU, BSW und SPD, die zusammen 44 der 88 Sitze im Landtag hält, hatte im Vorfeld angekündigt, den Antrag geschlossen abzulehnen. Auch die oppositionelle Linke erklärte, Höcke keine Stimme geben zu wollen.
Vertreter der Regierungskoalition warfen Björn Höcke eine rechtsextremistische Haltung und eine politische „Showveranstaltung“ vor, die insbesondere kurz vor der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stattfinde. CDU-Fraktionschef Andreas Bühl verwies zudem auf Höckes frühere Verurteilungen wegen der Verwendung einer verbotenen SA-Parole und verglich ihn mit einer „Kirmes-Figur“, die sich im Kreis drehe, ohne voranzukommen. Bühl betonte, Höcke habe „nichts beizutragen für dieses Land“. Ministerpräsident Voigt selbst erklärte selbstbewusst: „Ich werde mich von Ihnen nicht klein machen lassen“ und bezeichnete das Abstimmungsergebnis als „Rückenstärkung“. Der Landesverband der AfD in Thüringen ist vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft worden.
Symbolbild – Foto: Tony Wu / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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