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Kurdisches Militärbündnis SDF in Syrien löst sich auf

today26. August 2026

Hintergrund
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Das kurdisch geführte Militärbündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hat seine Auflösung bekannt gegeben. Kommandeur Maslum Abdi erklärte am 25. und 26. August 2026 das „Ende des Einsatzes“ der SDF und ihre Auflösung als unabhängige Streitmacht. Dieser historische Schritt folgt auf ein im Januar geschlossenes Abkommen zur Eingliederung der SDF und der kurdischen Selbstverwaltung in die syrischen staatlichen Institutionen. Die Auflösung erfolgte nur kurz nachdem die USA Syrien am 24. August 2026 offiziell von der Terrorliste genommen haben.

Das im Januar 2026 zwischen den syrischen Kurden und der syrischen Übergangsregierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa geschlossene Abkommen sieht die vollständige Integration der kurdischen Verwaltung in den syrischen Staatsapparat vor. Zudem sollen syrische Sicherheitskräfte in den von Kurden bewohnten Gebieten stationiert werden. Ein bedeutender Teil dieser Vereinbarung ist ein Dekret, das Präsident al-Scharaa im Januar unterzeichnete und den Kurden offiziell Minderheitenrechte zusichert. Dies umfasst die Anerkennung des Kurdischen als Amtssprache neben Arabisch, die Erklärung des kurdischen Neujahrsfestes Nowruz zum nationalen Feiertag sowie die Wiedererlangung der Staatsbürgerschaft für Zehntausende Kurden in der Provinz Hassakeh.

Die Streichung Syriens von der US-Terrorliste am 24. August 2026 beendet eine 47-jährige Isolation des Landes und hebt weitreichende Sanktionen auf, was internationale Geschäfte und Investitionen erleichtern soll. Die USA hatten den Kongress bereits im Juli über diesen Schritt informiert und ihn als Chance für den Wiederaufbau bezeichnet. Nach dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 hatten die Vereinigten Staaten ihre Beziehungen zur neuen syrischen Führung in Damaskus unter Interimspräsident Ahmad al-Scharaa verstärkt. Der US-Sondergesandte für Syrien und den Irak, Tom Barrack, begrüßte die Einigung als diplomatische Lösung, die die Souveränität Syriens stärke.

Die SDF, die offiziell im Oktober 2015 gegründet wurden, spielte eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und war die wichtigste von den USA unterstützte Streitmacht in Syrien. Nach Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 hatten die Kurden im Norden des Landes eine weitgehend autonome Selbstverwaltung mit eigenen Institutionen und militärischen Einheiten aufgebaut. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht umfasste die SDF etwa 100.000 kurdische und arabische Kämpfer und kontrollierte große, ölreiche Gebiete im Norden und Nordosten Syriens. Während die Türkei die SDF aufgrund ihrer Verbindungen zur Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrororganisation einstufte, betonte Kommandeur Abdi, dass die Mission der SDF beendet sei und eine „neue Phase“ des Friedens und des Aufbaus Syriens beginne. Die Kurden wollen nun weiterhin für ihre Rechte in der Verfassung kämpfen.

Symbolbild – Foto: Ivan Hassib / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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