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Dressel: Entscheidung zu Elbtower noch in diesem Jahr

today26. August 2026

Hintergrund
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Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel hat angekündigt, dass noch in diesem Jahr eine entscheidende Klärung über den möglichen Einzug des geplanten Naturkundemuseums, des „Evolutioneums“, in den Elbtower erfolgen soll. Die Frage, ob das Museum in das prestigeträchtige Hochhaus zieht, soll damit noch vor Jahresende beantwortet werden. Diese Entscheidung ist von immenser Bedeutung für die Zukunft beider Projekte, da der Elbtower seit längerer Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat und der Museumsstandort eine zentrale Rolle für dessen Weiterbau spielt.

Der Elbtower, einst als das höchste konventionelle Gebäude Hamburgs mit 245 Metern geplant, steht seit Oktober 2023 als 100 Meter hoher Rohbau still. Die Bauarbeiten wurden aufgrund der Insolvenz der Signa-Gruppe des österreichischen Investors René Benko eingestellt, nachdem Rechnungen nicht mehr beglichen werden konnten. Ein Konsortium um den Hamburger Projektentwickler Dieter Becken verhandelt seit Dezember 2024 mit dem Insolvenzverwalter über den Erwerb des unfertigen Hochhauses.

Als potenzielle Rettungslösung für das ins Stocken geratene Bauprojekt präsentierte der Hamburger Senat im Oktober 2025 den Plan, das geplante Naturkundemuseum in den Elbtower zu verlegen. Die Stadt Hamburg beabsichtigt, dafür nahezu die Hälfte der Gebäudefläche, konkret 46.000 Quadratmeter, zu einem festen Kaufpreis von 595 Millionen Euro zu erwerben. Begründet wurde dieser Schritt unter anderem damit, dass ein Neubau des Museums rund 824 Millionen Euro kosten und zudem etwa fünf Jahre länger dauern würde als die Realisierung im Elbtower, der so schon bis 2029 fertiggestellt werden könnte. Teil des Plans ist auch, die ursprüngliche Höhe des Elbtowers von 245 Metern auf 199 Meter zu reduzieren.

Die Aussicht auf einen Einzug des Museums wird jedoch zunehmend von Skepsis begleitet. Obwohl die Stadt betont, dass sie erst bei einer schlüsselfertigen Übergabe der Flächen zahlen würde, äußerte sich SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf im August 2026, dass er die Wahrscheinlichkeit eines tatsächlichen Umzugs des Naturkundemuseums in den Elbtower als „momentan sehr gering“ einschätze. Er stellte zudem klar, dass es keine „Nachschläge“ oder zusätzliche finanzielle Zugeständnisse der Stadt geben werde. Diese Haltung steht im Gegensatz zu der Anforderung von Investoren wie der Signal Iduna, die den Einzug des Museums als Voraussetzung für den Weiterbau des Elbtowers sehen.

Das geplante „Evolutioneum“ soll als modernes Forschungsmuseum mit über zehn Millionen Sammlungsobjekten und einem Schwerpunkt auf Biodiversitäts- und Evolutionsforschung die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Tradition des Naturhistorischen Museums Hamburg wieder aufleben lassen. Die Entscheidung des Finanzsenators Dressel wird nun mit Spannung erwartet, da sie nicht nur über den zukünftigen Standort des wichtigen Museums, sondern auch maßgeblich über das Schicksal der Elbtower-Baustelle an den Elbbrücken entscheidet.

Symbolbild – Foto: Bastian Struck / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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