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Trotz der von US-Präsident Donald Trump verkündeten „Energie-Waffenruhe“ setzen Russland und die Ukraine ihre Angriffe auf die jeweilige Energieinfrastruktur fort. Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj gab an, nichts von einer solchen Waffenruhe gewusst zu haben und kündigte an, die Attacken auf russische Raffinerien fortzusetzen, solange Russland seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur nicht einstellt. Diese Erklärung gab Selenskyj ab, nachdem Trump die angebliche „Energie-Waffenruhe“ am Sonntag, den 11. Oktober 2026, auf seiner Plattform Truth Social verkündet hatte, ohne weitere Details zu nennen.
Die Realität auf dem Schlachtfeld zeichnet ein anderes Bild als die Ankündigung aus Washington. Stunden nach Trumps Erklärung wurden mehrere ukrainische Kraftwerke von russischer Seite angegriffen. So traf am Sonntag eine Drohne ein Kraftwerk in Kiew, was zu Stromausfällen in der Hauptstadt führte. Kurz darauf erfolgte ein weiterer Angriff auf das Kraftwerk CHP-5 in der ostukrainischen Stadt Charkiw. Bereits am 8. Oktober hatten russische Drohnen Angriffe auf die Energieinfrastruktur in Kiew verübt, die zu weitreichenden Stromausfällen führten und den U-Bahn-Verkehr sowie die Wasserversorgung beeinträchtigten.
Die jüngsten Attacken reihen sich in eine Serie gezielter Angriffe Russlands auf die ukrainische kritische Infrastruktur ein. Zwischen dem 26. September und dem 2. Oktober 2026 verzeichnete der Konfliktmonitor ACLED 238 russische Angriffe auf zivile Infrastruktur, eine Steigerung von vier Prozent gegenüber der Vorwoche. Davon zielten 51 Attacken direkt auf die Energieinfrastruktur, was einen Anstieg von 28 Prozent darstellt. Diese anhaltenden Angriffe haben nicht nur gravierende Schäden verursacht, sondern auch zivile Opfer gefordert, darunter Todesfälle und Verletzungen von Erwachsenen und Kindern in Städten wie Charkiw und Dnipropetrowsk. Für unsere Hörerinnen und Hörer von RADIO REEPERBAHN in Hamburg sind die Auswirkungen solcher Eskalationen in der fernen Ukraine von globaler Bedeutung, da sie auch die internationalen Energiemärkte beeinflussen können.
Präsident Selenskyj betonte, dass die Ukraine zu einer Einstellung der Angriffe auf russische Ölraffinerien bereit sei, sofern Russland im Gegenzug seine Attacken auf die ukrainische Energieinfrastruktur beende. Er forderte zudem „reale Garantien“ für solche Deeskalationsschritte. Trumps Bestreben, eine „Energie-Waffenruhe“ zu erreichen, steht im Kontext seines Interesses, die steigenden Dieselpreise in den USA vor den Zwischenwahlen im kommenden Monat zu dämpfen. Er hatte zuvor die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien für die Preissteigerungen verantwortlich gemacht und sogar angedeutet, Selenskyj solle als Staatschef abgelöst werden. Diese Sichtweise hatte bereits Kritik bei europäischen Verbündeten und in Kiew hervorgerufen, die eine Stärkung der russischen Position befürchten.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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