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Die Fraktionsführung der Linken im Bundestag sieht im Fall ihres Abgeordneten Ferat Koçak derzeit keinen Bedarf für weitere Konsequenzen. Koçak steht wegen mutmaßlicher Kontakte ins Berliner Clanmilieu in der Kritik und hatte Ende September seinen Sitz im Innenausschuss abgegeben, bleibt aber Mitglied des Bundestags. Diese Entscheidung der Parteispitze sorgt für anhaltende Diskussionen, die auch bei uns in Hamburg aufmerksam verfolgt werden.
Ferat Koçak hatte seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags am 1. Oktober 2026 offiziell aufgegeben, nachdem er seine Ausschusstätigkeit zuvor bereits ruhen ließ. Der Linken-Politiker räumte ein, im Umgang mit seinen Kontakten zur Remmo-Familie einen „Fehler“ gemacht zu haben, und erklärte, er sei in der konkreten Situation „naiv und mit der Situation überfordert“ gewesen. Koçak betonte jedoch wiederholt, weder kriminell zu sein noch organisierte Kriminalität zu unterstützen. Auslöser der Debatte waren bekannt gewordene, freundschaftliche Chatnachrichten zwischen Koçak und Firas Remmo, dem Sohn des bekannten Clan-Chefs Issa Remmo, bei denen Koçak angeblich „Grüße mit Respekt“ an Issa Remmo übermittelte und um Verbreitung eines Videos bat, in dem er den Begriff der Clankriminalität kritisierte.
Die Kritik am Abgeordneten Koçak ist jedoch breiter gefächert. So sorgte auch ein Foto von einer Wahlparty der Linken in Berlin-Neukölln für Aufsehen, das Koçak an der Seite von Ibrahim Ibrahim zeigte. Dieser soll nach Angaben von Kritikern die in der EU als Terrororganisation eingestufte PFLP unterstützen und einen Hamas-Führer als „Märtyrerhelden“ bezeichnet haben. Die Linke distanzierte sich von diesem Vorfall und gab an, Ibrahim sei nicht eingeladen gewesen und habe die Veranstaltung verlassen müssen. Darüber hinaus wurde im August 2026 bekannt, dass die Berliner Staatsanwaltschaft gegen Koçak wegen des Anfangsverdachts der Urkundenfälschung ermittelt – hier soll es um einen gefälschten Gast-Ausweis für den Bundestag gehen.
Trotz dieser Vorwürfe und der anhaltenden öffentlichen Debatte steht die Fraktionsführung der Linken hinter ihrem Abgeordneten. Co-Fraktionschef Sören Pellmann erklärte am 9. Oktober 2026, man sehe „keinen Bedarf für weitere Konsequenzen“, da Koçak „umfassende Transparenz“ hergestellt und seine Chatverläufe offengelegt habe. Ferat Koçak wird demnach seine Arbeit als Fraktionssprecher für Antirassismus und Antifaschismus fortsetzen und soll in einen anderen, noch zu beratenden Ausschuss wechseln. Diese Positionierung wird von unserer Redaktion bei RADIO REEPERBAHN genau verfolgt.
Die Entscheidung der Linken stößt jedoch auf scharfe Kritik von außen und belastet die politischen Sondierungen in Berlin erheblich. Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach forderte öffentlich den Ausschluss Koçaks aus der Bundestagsfraktion und betonte, eine solche Person könne nicht weiter Mitglied sein. Auch die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, äußerte sich unzufrieden mit den Vereinbarungen zum Antisemitismus in Berlin und forderte personelle Konsequenzen bei den Linken. Die Causa Koçak bleibt somit ein Politikum, dessen weitere Entwicklung auch für die politische Landschaft Hamburgs von Interesse ist.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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