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Eritrea entsendet Truppen nach Äthiopien

today9. Oktober 2026 6

Hintergrund
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Berichten zufolge sind eritreische Truppen in die äthiopische Tigray-Region einmarschiert, was den Ende September 2026 wieder aufgeflammten Konflikt in der Region weiter eskalieren und zu einem umfassenderen regionalen Krieg ausweiten könnte. Dieser Einmarsch, der um den 7. und 8. Oktober 2026 stattfand, wurde von Augenzeugen in Städten wie Adigrat und Idaga Hamus beobachtet, wobei die Truppen Berichten zufolge nach Süden vorrückten. Als Reaktion darauf haben äthiopische Streitkräfte Drohnenangriffe gegen die eritreischen Einheiten durchgeführt. Die Situation am Horn von Afrika wird zunehmend angespannter, nachdem der Konflikt in Tigray bereits am 23. September 2026 erneut aufflammte.

Die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten erfolgte, nachdem die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) am 23. September 2026 drei Flughäfen in der Region Tigray stürmte und Bodenoffensiven entlang der südlichen und östlichen Grenzen zu den benachbarten Regionen Amhara und Afar ausweitete. Die TPLF hat sich zudem im September 2026 mit sechs weiteren Oppositionsgruppen zu einer „Allianz des Überlebens“ zusammengeschlossen, um den Sturz von Premierminister Abiy Ahmed zu erreichen. Die äthiopischen Bundeskräfte und verbündete Milizen, darunter die Tigray Peace Force, haben in den letzten Wochen bedeutende Fortschritte erzielt und die Regionalhauptstadt Mekelle um den 4. Oktober 2026 zurückerobert, nachdem sich die TPLF-Kämpfer zurückgezogen hatten. Diese Entwicklungen haben das 2022 geschlossene Friedensabkommen von Pretoria, das den verheerenden Bürgerkrieg von 2020 bis 2022 beendet hatte, effektiv zunichtegemacht.

Eritreas Einmischung in den Konflikt wird von mehreren Seiten beleuchtet. Es wird vermutet, dass Eritrea die „Allianz des Überlebens“ unterstützt, um die äthiopische Regierung zu schwächen. Ein möglicher Beweggrund ist die Unzufriedenheit Eritreas mit dem Pretorio-Abkommen von 2022, da es darauf abzielte, die TPLF aufgrund früherer Konflikte von 1998 bis 2000 zu eliminieren. Ein weiterer Faktor ist Eritreas Ablehnung der äthiopischen Bestrebungen, Zugang zum Roten Meer über den Hafen von Assab zu erhalten. Eritrea könnte versuchen, eine Pufferzone in Tigray zu schaffen, um zu verhindern, dass äthiopische Streitkräfte die Grenze erreichen und möglicherweise in eritreisches Gebiet vordringen. Äthiopien wiederum wirft Eritrea vor, Rebellen in Tigray zu unterstützen und hat letzte Woche die diplomatischen Beziehungen abgebrochen. Eritreas Informationsminister Yemane Meskel beschuldigte Äthiopien, eine „falsche Erzählung der ‚Selbstverteidigung'“ zu verbreiten, um einen „Angriffskrieg“ zur Sicherung des Zugangs zum Roten Meer zu rechtfertigen. RADIO REEPERBAHN Hamburg informiert seine Hörerinnen und Hörer regelmäßig über die Hintergründe globaler Konflikte wie diesen, der auch in der Hansestadt Hamburg aufmerksam verfolgt wird.

Die Eskalation in Tigray birgt das Risiko, sich zu einem umfassenderen regionalen Konflikt am Horn von Afrika auszuweiten, der möglicherweise Länder wie Sudan und Ägypten mit einbezieht. Angesichts dieser Besorgnis trafen sich am 4. Oktober 2026 Staats- und Regierungschefs aus Ägypten, Eritrea, Somalia und Sudan in Ägypten, um über Lösungen für die sich verschärfenden regionalen Konflikte zu beraten. Die Vereinigten Staaten haben eindringlich davor gewarnt, dass das Horn von Afrika einen weiteren militärischen Konflikt und eine humanitäre Krise nicht verkraften kann, und riefen beide Länder zu „maximaler Zurückhaltung“ auf. Die Lage bleibt hochdynamisch und birgt die Gefahr einer weiteren Destabilisierung der ohnehin fragilen Region.

Symbolbild – Foto: Tomer Dahari / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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