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Empörung über Altkanzler Schröders Putin-Besuch

today9. Oktober 2026 2

Hintergrund
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Altkanzler Gerhard Schröders jüngster Besuch bei Wladimir Putin zu dessen Geburtstag hat eine Welle der Empörung ausgelöst, die auch in der Hansestadt Hamburg aufmerksam verfolgt wird. Wenige Tage nach der Zusammenkunft des Altkanzlers mit dem russischen Präsidenten in Moskau, wo Putin seinen 74. Geburtstag feierte, äußert sich Bundeskanzler Friedrich Merz zutiefst betroffen. Merz bezeichnete das Zusammentreffen vor dem Hintergrund des anhaltenden Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine als „geradezu unmoralisch“ und betonte, Putin trage die alleinige Verantwortung für das „unermessliche Leid“ in der Ukraine.

Nach Angaben des Kremls erfuhr Wladimir Putin durch die Medien von der Anwesenheit Schröders in der russischen Hauptstadt und lud seinen „alten Freund“ daraufhin persönlich zu sich nach Hause ein. Der Anlass von Schröders Reise nach Moskau war jedoch ein geschäftlicher: Er wurde kürzlich in den Aufsichtsrat der russischen Supermarktkette Hyperglobus berufen, einem russischen Ableger der deutschen Globus-Gruppe. Im Rahmen dieses Engagements besuchte Schröder eine Filiale des Unternehmens in Moskau und hielt dort eine Ansprache vor Mitarbeitern.

Die parteiübergreifende Kritik an Schröders Besuch ist massiv. Katrin Göring-Eckardt von den Grünen bezeichnete die Reise auf der Plattform X als „eine Schande für Deutschland, einen Verrat an Europa und einen Bärendienst für den Frieden.“ Auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Europaparlaments, fand deutliche Worte und nannte Schröder „Deutschlands frechsten Rentner“. Sie spielte damit auf frühere Absagen von Zeugenaussagen Schröders vor einem Untersuchungsausschuss im Jahr 2025 wegen eines Burnouts an, während er offenbar für gut dotierte Mandate in Russland und Geburtstagspartys mit einem Kriegsverbrecher fit sei. Die Linken-Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek warf Schröder „politische und moralische Rückgratlosigkeit“ vor.

Altkanzler Gerhard Schröder, der Deutschland von 1998 bis 2005 regierte, ist bekannt für seine enge Freundschaft zu Wladimir Putin. Diese Verbindung sowie sein Engagement für russische Energieunternehmen haben ihm seit Jahren immer wieder scharfe Kritik eingebracht. Selbst nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 hatte sich Schröder wiederholt mit Putin getroffen, was die anhaltende Empörung in Deutschland und darüber hinaus nur weiter befeuert. Vereinzelt wurde aus der SPD jedoch auch Verständnis geäußert, indem betont wurde, Schröder sei als Privatmann in Moskau gewesen und habe möglicherweise weiterhin einen besonderen Zugang zu Putin. Der Vorfall unterstreicht die tiefe Spaltung in der Bewertung der Rolle des Altkanzlers in der aktuellen geopolitischen Lage, die auch auf den Wellen von RADIO REEPERBAHN Hamburg diskutiert wird.

Symbolbild – Foto: Nastya Korenkova / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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