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Bundeswehr plant neue Marschflugkörper

today9. Oktober 2026 5

Hintergrund
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Die Bundeswehr plant, das deutsche Heer mit einer neuen Generation kostengünstiger Marschflugkörper auszustatten. Diese Systeme sollen ab 2027 zulaufbereit sein und die Fähigkeit besitzen, gegnerische Flugabwehr zu überfordern sowie Ziele in einer Entfernung von rund 1.500 Kilometern zu treffen. Damit will Deutschland seine Fähigkeiten zum Tiefschlag deutlich ausbauen. Heeresinspekteur Christian Freuding erklärte, die Entscheidung zur Beschaffung dieser sogenannten Low Cost Cruise Missiles sei bereits gefallen. Im Fokus steht dabei die Möglichkeit, durch eine hohe Anzahl gleichzeitig eingesetzter Flugkörper feindliche Verteidigungssysteme zu sättigen und damit zu überwinden.

Konkrete Kandidaten für diese kostengünstigen Systeme wurden zwar nicht explizit genannt, jedoch stehen dem Vernehmen nach zwei marktverfügbare Lösungen im Vordergrund. Als einer der Hauptanwärter gilt der Marschflugkörper „Anthem“ des US-israelischen Rüstungsunternehmens Covenant. Das Besondere daran: Covenant hat bereits eine Produktionsstätte in Leipzig eröffnet, wo die Fertigung des Waffensystems Anthem ab 2027 beginnen soll. Geplant ist eine anfängliche Jahresproduktion von 1.000 Einheiten, die bis 2028 auf 5.000 Stück gesteigert werden soll. Der „Anthem“-Marschflugkörper soll dabei zu einem sechsstelligen Stückpreis von unter einer Million US-Dollar angeboten werden, was ihn deutlich günstiger macht als herkömmliche Systeme, die oft mehrere Millionen Dollar kosten.

Diese Beschaffung ist Teil einer umfassenderen Strategie Deutschlands zum Aufbau einer „Deep Strike“-Fähigkeit, für die interne Planungen des Verteidigungsministeriums einen Finanzbedarf von fast zwölf Milliarden Euro vorsehen. Neben den kostengünstigen Marschflugkörpern umfasst dieses Programm auch die geplante Anschaffung amerikanischer Tomahawk-Marschflugkörper und die gemeinsame Entwicklung zukünftiger Hyperschallwaffen mit Großbritannien. Damit will die Bundesrepublik eine dauerhafte konventionelle Reaktionsmöglichkeit unterhalb der Nuklearschwelle schaffen und ihre Abschreckungsfähigkeit stärken.

Ein weiterer wesentlicher Baustein ist der Erwerb von US-Marschflugkörpern des Typs Tomahawk sowie der dazugehörigen landgestützten Typhon-Startsysteme. Diese sollen eine wichtige Fähigkeitslücke schließen, da die deutschen Taurus-Marschflugkörper nur luftgestützt eingesetzt werden können. Die Tomahawk-Marschflugkörper des Typs Block Vb verfügen über eine Reichweite von über 1.800 Kilometern und wären somit in der Lage, strategische Ziele weit hinter den Frontlinien zu bekämpfen. Nach aktuellen Berechnungen soll dieses Beschaffungsvorhaben rund 3,4 Milliarden Euro umfassen und in die Haushaltsplanung für 2027 einfließen. Unser Sender RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet umfassend über diese wichtigen Entwicklungen in der deutschen Verteidigungspolitik, die auch für die Sicherheit in unserer Region von Bedeutung sind.

Mit der Kombination aus massenhaft einsetzbaren, kostengünstigen Marschflugkörpern und hochwertigen Systemen wie dem Tomahawk strebt die Bundeswehr eine signifikante Stärkung ihrer militärischen Schlagkraft an. Diese Maßnahmen sollen es dem deutschen Heer ermöglichen, eine glaubwürdige Abschreckung zu gewährleisten und im Ernstfall Ziele in großer Tiefe präzise zu treffen. Der erste Zulauf der neuen kostengünstigen Systeme ab 2027 markiert dabei einen entscheidenden Schritt in der Modernisierung der deutschen Streitkräfte.

Symbolbild – Foto: Aseem Borkar / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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