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Im US-Bundesstaat Texas ist der Häftling Jamaal Howard am Mittwochabend, dem 7. Oktober 2026, durch die Giftspritze hingerichtet worden. Der 46-jährige Howard wurde um 20:03 Uhr Ortszeit im Staatsgefängnis in Huntsville für tot erklärt, nachdem ihm eine tödliche Dosis Pentobarbital verabreicht worden war. Er starb 26 Jahre nach seiner Tat, trotz intensiver Proteste seiner Anwälte, die bis zuletzt versuchten, die Hinrichtung zu verhindern.
Howard war wegen Kapitalmordes an der 42-jährigen Ladenangestellten Vickie Swartout verurteilt worden. Die Tat ereignete sich im Jahr 2000 bei einem Raubüberfall in einem Geschäft in Silsbee, einer kleinen ländlichen Stadt etwa 160 Kilometer nordöstlich von Houston. Howard, damals 20 Jahre alt, erschoss Swartout einmal in die Brust, entwendete 114 US-Dollar sowie eine Stange Zigaretten. Überwachungsaufnahmen des Ladens hielten die Tat fest und dienten als entscheidendes Beweismittel im Prozess.
Die Anwälte von Jamaal Howard hatten bis zur letzten Minute alle Rechtsmittel ausgeschöpft, um die Vollstreckung des Urteils abzuwenden. Sie argumentierten unter anderem, dass Howard intellektuell beeinträchtigt sei, was laut einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA die Hinrichtung verbieten würde. Zudem äußerten sie ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Qualität der in Texas verwendeten Injektionsmedikamente, insbesondere nach der missglückten Hinrichtung von Christa Pike in Tennessee nur eine Woche zuvor. Die Anwälte befürchteten, dass die Pentobarbital-Vorräte in Texas, wie in Tennessee, über ihr Verfallsdatum hinaus degradiert sein könnten, was unnötiges Leid verursachen könnte. Ihre Anträge auf Aufschub wurden jedoch sowohl vom texanischen Berufungsgericht für Strafsachen als auch vom Obersten Gerichtshof der USA ohne weitere Erläuterung abgelehnt.
Vor seiner Hinrichtung, die von Mitgliedern der Familie Swartout durch eine Glasscheibe beobachtet wurde, entschuldigte sich Howard ausführlich bei ihnen. „Ich wünsche, dass Sie meine Entschuldigung annehmen und ich wünsche mir Ihre Vergebung“, sagte er in seinem letzten Statement. Mitarbeiter der texanischen Justizvollzugsanstalt beschrieben Howard auf der 70 Kilometer langen Fahrt vom Todestrakt zur Hinrichtungsanstalt in Huntsville als „gesprächig“ und am Prozess interessiert.
Howards Hinrichtung war die siebte in Texas in diesem Jahr und die 30. in den Vereinigten Staaten im Jahr 2026. Der Fall rückt erneut die Debatte um die Todesstrafe und die eingesetzten Methoden in den Fokus, insbesondere nach dem Vorfall in Tennessee, bei dem eine Insassin zwei Dosen des Giftes überlebte und anschließend im Krankenhaus behandelt werden musste. Während Floridas die meisten Hinrichtungen in den USA in diesem Jahr verzeichnete, nämlich 16, hat der Gouverneur von Tennessee nach dem Vorfall mit Pike alle weiteren Hinrichtungen für 2026 ausgesetzt. RADIO REEPERBAHN in Hamburg verfolgt diese Entwicklungen derweil mit großer Aufmerksamkeit.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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