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CDU-Politiker kritisiert den Begriff der „Brandmauer“ zur AfD

today6. Oktober 2026 4

Hintergrund
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Der frühere Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt (CDU), hat den Begriff der „Brandmauer“ im Umgang mit der AfD als „toxisch“ bezeichnet. Der heutige CDU-Bundestagsabgeordnete plädiert dafür, dass die CDU stattdessen klar darlegen müsse, warum sie nicht mit der AfD zusammenarbeitet, anstatt sich nur verbal abzugrenzen. Diese Einschätzung findet sich in einem ausführlichen Online-Artikel, den wir als Redaktion von RADIO REEPERBAHN Hamburg für unsere Homepage erstellt haben.

Hoppenstedt erklärte gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, der Begriff erwecke den Eindruck, die CDU sei beleidigt, weil eine vermeintlich bürgerlich-konservative Kraft ihre Rolle streitig mache. Er betonte, die Abgrenzung sei zwar „absolut richtig“, da es kaum inhaltliche Schnittmengen gebe, doch die CDU müsse vielmehr erklären, warum man sich von der AfD fernhalte. Als Kern-DNA der CDU nannte Hoppenstedt, der von 2018 bis 2021 Staatsminister bei Angela Merkel war, Europa, den Euro, die Westbindung und das christliche Menschenbild. Er verwies auf konträre Positionen der AfD, etwa ein angestrebtes Herauslösen aus dem Schengen-Raum oder dem Euro sowie pauschale Abschiebungen, die eine Zusammenarbeit unmöglich machten.

Die Kritik am „Brandmauer“-Begriff ist in der CDU nicht neu und die Debatte um den richtigen Umgang mit der AfD ein Dauerbrenner. Schon 2023 äußerte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt, damals noch CDU-Landeschef, in einem Interview mit dem SPIEGEL, ein „normaler Bürger“ könne mit dem Begriff „Brandmauer“ nichts anfangen. Die CDU diskutiere immer wieder darüber, wie hart und mit welchen Worten sie sich von der AfD abgrenzen sollte.

Offiziell hat die CDU eine klare Beschlusslage, die eine Zusammenarbeit mit der AfD – und ebenso mit der Partei Die Linke – ausschließt. Dieser Beschluss von 2018 gilt als Ursprung des „Brandmauer“-Konzepts. Trotz dieser klaren Haltung zeigen sich auf kommunaler Ebene jedoch immer wieder Risse in dieser Brandmauer. In einigen Kommunen, insbesondere in Sachsen und Thüringen, gab es in der Vergangenheit Berichte über Absprachen oder gemeinsame Mehrheiten zwischen CDU und AfD, was Kritiker als „tiefe Löcher“ in der Brandmauer interpretieren. Bundes-Parteichef Friedrich Merz hat indes betont, dass eine formale Zusammenarbeit von Kreisverbänden mit der AfD Parteiausschlussverfahren nach sich ziehen würde, was eine „sehr klare, sehr harte Abgrenzung“ darstelle.

Die AfD nutzt die Schwierigkeiten der Union im Umgang mit ihr strategisch aus. Sie positioniert sich als „glaubwürdiges Original“ im Wettbewerb mit der Union und strebt langfristig an, die CDU im Parteienspektrum zu überflügeln und die Christdemokraten zu „zerstören“, indem sie sie durch einen anti-linken Kulturkampf in inhaltliche Widersprüche treibt. Angesichts jüngster Wahlerfolge der AfD, etwa in Sachsen-Anhalt, wo sie zur stärksten Kraft wurde, bleibt die Auseinandersetzung über den richtigen Kurs gegenüber der AfD eine zentrale und potenziell zerreißende Frage für die CDU.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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