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Hamburgs schnellster Läufer, HSV-Sprinter Owen Ansah, muss seine Saison verletzungsbedingt vorzeitig beenden. Der Hamburger zog sich nach einer Trainingseinheit eine „kleine Verletzung“ zu und muss die „Spikes erstmal beiseite“ legen. Diese Entscheidung wurde nach einem kurzfristig anberaumten MRT-Termin und in enger Absprache mit seinem Arzt getroffen, um dem Körper die nötige Ruhe zu gönnen. Ansah selbst äußerte auf Instagram seine Enttäuschung über das unfreiwillige Saison-Aus, zeigte sich aber auch verständnisvoll für die Notwendigkeit dieser Pause.
Das Saison-Aus kommt für den 25-jährigen Sprinter zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da ihm weiterhin eine drohende Sperre wegen eines angeblich verweigerten Dopingtests im Raum steht. Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) fordert eine vierjährige Sperre für Ansah, nachdem ihm vorgeworfen wird, am 9. Juli dieses Jahres eine Dopingprobe nicht abgegeben zu haben. Ansah bestreitet die Vorwürfe vehement und hat die von der NADA vorgeschlagene Sperre nicht akzeptiert.
Stattdessen hat der 200-Meter-Europameister fristgerecht die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht (DIS) beantragt. Laut NADA wird das Verfahren prozessual nach den Vorgaben der DIS-Sportschiedsgerichtsordnung durchgeführt und ist grundsätzlich nicht-öffentlich. Die Agentur betonte jedoch die Wichtigkeit einer zügigen und effektiven Durchführung des Verfahrens vor dem Sportschiedsgericht.
Ansahs Darstellung zufolge stand er am besagten 9. Juli unter erheblichem Zeitdruck, da ein kurzfristig angesetzter Flug zum Diamond-League-Meeting nach Monaco anstand. Er gibt an, kurz zuvor die Toilette aufgesucht zu haben und daher nicht schnell genug eine Probe hätte abgeben können. Zudem sei der Kontrolleur außerhalb des von ihm angegebenen Zeitfensters erschienen, und ihm sei keine Möglichkeit angeboten worden, die Kontrolle später fortzusetzen. Es bleibt abzuwarten, wie das Sportschiedsgericht in diesem komplexen Fall entscheiden wird, dessen Ausgang auch darüber bestimmen könnte, ob Ansah seine jüngst bei der EM in Birmingham gewonnenen Medaillen (Bronze über 100 Meter und Gold über 200 Meter) behalten darf.
Symbolbild – Foto: Gonzalo Álvarez Balcazar / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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