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Gerne, hier ist der ausführliche Online-Artikel für die Homepage von RADIO REEPERBAHN Hamburg:
St. Pauli Vorreiter bei Frauen im Top-Management
Trotz weiterhin dominierender Männer im Profifußball zeigt sich laut „Fußball kann mehr“ ein leichter Positivtrend bei der Neubesetzung von Führungspositionen. Der FC St. Pauli ist hier eine Ausnahme und nimmt eine Vorreiterrolle ein. Aktuelle Berichte der Organisation „Fußball kann mehr“ (FKM) verdeutlichen jedoch, dass Frauen in den Spitzenpositionen der deutschen Erst- und Zweitligisten weiterhin die Ausnahme bilden, auch wenn ihr Anteil auf niedrigem Niveau leicht ansteigt.
Für die Saison 2025/2026 weist der aktuelle FKM-Bericht „Lage der Liga“ einen Frauenanteil von 9,6 Prozent in den Führungsetagen der Clubs aus. Von insgesamt 94 erfassten Spitzenpositionen im operativen Management waren neun mit Frauen besetzt, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet, als der Anteil noch bei sechs Prozent lag. Die Erhebung der FKM, die sich an den AllBright-Berichten zur Unternehmensführung orientiert, definiert das Top-Management als die höchste hauptamtlich operative Führungsebene, die für den Profifußball verantwortlich ist. Trotz dieses leichten Anstiegs bleibt die Mehrheit der Clubs, nämlich 29 von 36, in der höchsten operativen Führungsebene rein männlich geführt.
Im Vergleich dazu war in der Saison 2024/25 der Frauenanteil im Top-Management der Bundesliga und 2. Bundesliga mit nur sechs Prozent noch geringer. Zu diesem Zeitpunkt waren lediglich sechs von 100 Führungspositionen mit Frauen besetzt, verteilt auf vier Vereine: FC St. Pauli, Werder Bremen, 1. FC Heidenheim und Schalke 04. Der FC St. Pauli stach bereits in dieser Saison hervor, indem er drei weibliche Führungskräfte im Top-Management aufwies, darunter Luise Gottberg, die zur Vizepräsidentin aufrückte. Mit einem Frauenanteil von 42,9 Prozent im Top-Management (drei von sieben Personen) war der FC St. Pauli der zweitbeste Club in dieser Kategorie nach Schalke 04 (50%), führte jedoch das Gesamtranking der FKM-Berichte an, da er in allen bewerteten Bereichen mindestens in den Top 5 vertreten war.
Die jüngsten Entwicklungen für die Saison 2025/2026 zeigen, dass der Kreis der Vereine mit weiblichen Führungskräften im Top-Management gewachsen ist. Neben den genannten Clubs setzten nun auch Borussia Dortmund, Union Berlin und RB Leipzig auf weibliche Führungskräfte. Besonders hervorzuheben ist Tatjana Haenni, die seit Januar als Geschäftsführerin von RB Leipzig tätig ist und damit die erste Frau an der Spitze eines Bundesliga-Clubs ist. Auch Borussia Dortmund berief Svenja Schlenker zur Geschäftsführerin für Personal sowie Mädchen- und Frauenfußball.
Obwohl Fortschritte sichtbar sind, betonen die Autoren der „Lage der Liga“-Studie weiterhin einen großen Handlungsbedarf zur Einbindung von Frauen in Führungspositionen im professionellen Fußball. Die Studie für die Saison 2024/25 zeigte auf, dass nur drei Vereine – Werder Bremen, der FC St. Pauli und der Hamburger SV – klare Zielvorgaben für Diversität in ihren Satzungen verankert haben. Die Herausforderung bleibt groß, die noch immer stark männerdominierten Strukturen des Profifußballs nachhaltig zu verändern und das Potenzial weiblicher Führungskräfte voll auszuschöpfen.
Symbolbild – Foto: Pavel Danilyuk / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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