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Kindergeld

today25. September 2026 3

Hintergrund
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Für Familien in Hamburg und ganz Deutschland steht eine wegweisende Veränderung bevor: Das Kindergeld soll ab 2027 künftig automatisch und ohne vorherigen Antrag an die Eltern ausgezahlt werden. Diese Neuerung, die der Bürokratieabbau nach der Geburt eines Kindes zum Ziel hat, könnte jährlich rund 300.000 Anträge ersparen. Der Bundesrat hat dem entsprechenden Gesetzesentwurf, den der Bundestag bereits im Juli dieses Jahres beschlossen hatte, am 25. September zugestimmt. Damit tritt das Gesetz voraussichtlich zum 1. Januar 2027 in Kraft.

Diese Reform ist Teil der föderalen Modernisierungsagenda und verspricht eine erhebliche Entlastung für junge Eltern, die sich in der aufregenden Zeit nach der Geburt voll und ganz ihrem Baby widmen können, anstatt sich mit Papierkram auseinanderzusetzen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil betonte, dass der Staat moderner und bürgernäher werden solle. Bereits seit 2024 konnten Eltern in Deutschland auf vorausgefüllte Anträge zugreifen, doch die vollständige Automatisierung stellt einen noch größeren Schritt dar.

Die automatische Auszahlung des Kindergeldes wird dabei in zwei Stufen erfolgen. Voraussichtlich ab März 2027 wird das Verfahren zunächst für Familien greifen, die bereits für ein älteres Kind Kindergeld erhalten. Die Zahlung erfolgt dann an die Person, die das Kindergeld bisher bezogen hat. In einer zweiten Stufe, die voraussichtlich im November 2027 startet, wird das antraglose Kindergeld auch auf erstgeborene Kinder ausgeweitet.

Voraussetzung für die automatische Auszahlung ist, dass das Kind eine steuerliche Identifikationsnummer (Steuer-ID) erhalten hat und die Kontoverbindung (IBAN) der Eltern der Familienkasse bekannt ist. Die hierfür notwendigen Daten werden durch einen automatisierten Datenaustausch zwischen Standesämtern, Meldebehörden, dem Bundeszentralamt für Steuern und der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit übermittelt. Für erste Kinder gelten zudem weitere Bedingungen: Mindestens ein Elternteil muss mit dem Kind in Deutschland wohnen und mindestens ein Elternteil in Deutschland arbeiten, um sicherzustellen, dass keine Zahlungen erfolgen, wenn eigentlich ein anderer EU-Staat zuständig wäre.

Trotz der weitreichenden Automatisierung wird in bestimmten Fällen weiterhin ein Antrag notwendig sein. Dies betrifft beispielsweise Familien, bei denen die erforderlichen Daten wie die IBAN nicht vorliegen, oder kompliziertere Konstellationen, etwa bei Selbstständigen, Patchwork-Familien oder grenzüberschreitenden Fällen innerhalb der EU mit unklarer Zuständigkeit. Auch Eltern, die bisher kein Kindergeld erhalten haben oder deren Kontodaten nicht aktuell sind, müssen weiterhin aktiv werden. Die Familienkasse wird in solchen Situationen ein Begrüßungsschreiben versenden und zum Handeln auffordern. Das Kindergeld beträgt aktuell 259 Euro pro Kind und Monat.

Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem effizienteren und bürgerfreundlicheren Verwaltungssystem. RADIO REEPERBAHN, Ihr Sender aus Hamburg, wird Sie auch weiterhin über wichtige Neuerungen für Familien in der Hansestadt und darüber hinaus informieren.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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