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Hunger in ukrainischer Frontstadt Oleschky nimmt zu

today24. September 2026 3

Hintergrund
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Oleschky, eine an der Frontlinie gelegene Stadt in der von Russland besetzten Ukraine, erlebt eine dramatische Zuspitzung ihrer humanitären Lage. Die ohnehin schon prekäre Versorgungssituation hat sich seit Mai zu einer akuten Hungersnot entwickelt, da die letzten Lebensmittellieferungen in diesem Monat eintrafen und die Vorräte seither aufgebraucht sind. Die schätzungsweise 1.200 bis 2.000 verbliebenen Einwohner, darunter auch Kinder, sind von der Außenwelt abgeschnitten und kämpfen ums Überleben.

Die Stadt, die seit Beginn der umfassenden russischen Invasion im Februar 2022 unter russischer Kontrolle steht, ist von einem Minengürtel umgeben, was eine Flucht für die Bewohner extrem erschwert und lebensgefährlich macht. Häufige Drohnenangriffe und die Präsenz von Landminen behindern nicht nur Evakuierungen, sondern auch jegliche Versuche, humanitäre Hilfe in die Stadt zu bringen. Berichte sprechen davon, dass zivile Fahrzeuge, die Lebensmittel transportieren, von Drohnen gestoppt oder sogar durch Minen zerstört wurden. Die Infrastruktur ist weitgehend zerstört; es gibt keinen Strom, kein Gas und kein fließendes Trinkwasser mehr, und der letzte reguläre Lebensmittelmarkt stellte seinen Betrieb bereits im Januar ein.

Die Menschen in Oleschky sind verzweifelt auf sich allein gestellt. Sie überleben, indem sie in ihren eigenen Gärten Lebensmittel anbauen, Wildvögel und Hasen jagen oder in zerstörten Kellern nach Essensresten suchen. Ein Bewohner berichtete sogar, wie er aus Gemüseresten und Hirse eine Art „Oleschky-Borschtsch“ zubereitete und Zucker gegen Eier tauschte, um die Mahlzeit nahrhafter zu machen. Neben dem extremen Nahrungsmangel herrscht auch ein akuter Mangel an Medikamenten, was die humanitäre Tragödie weiter verschärft.

Die Versuche ukrainischer Behörden und internationaler Organisationen, Evakuierungen oder humanitäre Lieferungen zu organisieren, sind bisher weitgehend erfolglos geblieben. Während die Ukraine Russland vorwirft, Hilfslieferungen zu blockieren und Evakuierungen zu verhindern, behauptet der Kreml, die Ukraine behindere die Lieferung humanitärer Hilfe. Berichten zufolge wurden Bewohner an russischen Kontrollpunkten abgewiesen mit der zynischen Aufforderung, „dort zurückzugehen und zu sterben“. Diskussionen über die Einrichtung eines „grünen Korridors“ für die Zivilbevölkerung laufen seit dem Frühjahr, haben aber bisher keine konkreten Ergebnisse erzielt.

Die katastrophale Lage in Oleschky hat auch die internationale Gemeinschaft auf den Plan gerufen. Die UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine hat vor der sich zuspitzenden Krise gewarnt, und der ukrainische Außenminister sowie der Allukrainische Rat der Kirchen und religiösen Organisationen beabsichtigen, das Thema auf höchster Ebene vor der UN-Generalversammlung anzusprechen, um internationalen Druck auf Russland auszuüben. Die Zahl der in Oleschky verbliebenen Menschen ist von einer Vorkriegspopulation von 24.000 auf nur noch etwa 2.000 gesunken, wobei die meisten von ihnen ältere Menschen sind oder eingeschränkte Mobilität haben.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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